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Use Case · gebaut für einen IT-Dienstleister

Jede Supportanfrage in Sekunden eingeordnet.
Auch die, die sich wichtiger macht, als sie ist.

Ein First-Level-Support bekommt jeden Tag Meldungen, die alle gleich dringend klingen. Der Agent liest jede einzelne, ordnet sie nach Wichtigkeit und Dringlichkeit ein und weist sie dem Mitarbeitenden mit den passenden Kenntnissen und der größten freien Kapazität zu. Und er merkt sich, wie der Fall gelöst wurde: Was ein Mensch einmal gelöst hat, läuft ab dem zweiten Mal ohne ihn.

Eingang · Telefon · 08:14 Uhr

„Ich komme seit heute Morgen nicht mehr in unser CRM. In 20 Minuten habe ich einen Kundentermin und brauche die Kundendaten.“

Thomas Berger, Geschäftsführung

Einordnung · 4 Sekunden später

Q1 Wichtig und dringend
→ sofort handeln

Geschäftsleitung ohne Systemzugang, harte Deadline in 20 Minuten. Zugewiesen an die Zweitlinie mit Berechtigungs­kenntnissen.

01:00:00

Verbleibende Reaktionszeit

Der Entscheidungsweg

Sieben echte Anfragen. Sehen Sie zu, wie der Agent entscheidet.

Jeder Fall unten ist ein Szenario aus dem laufenden Betrieb. Die Schritte sind der tatsächliche Arbeitsweg des Agenten, in der Reihenfolge, in der er ihn geht.

    Wer bekommt diesen Fall — und warum

    Der Agent gleicht die erkannten Themen gegen die hinterlegten Kenntnisse ab. Wer Office beherrscht, beherrscht deshalb noch keine Telefonie. Unter den geeigneten Kolleginnen und Kollegen entscheidet die freie Kapazität, bei kritischen Fällen die Qualifikationsebene.

    Erkannte Themen:

    Abgleich der Kenntnisse für den gewählten Fall
    MitarbeitendeEbeneHinterlegte KenntnisseAuslastungFrei

    Auf schmalen Bildschirmen lässt sich die Tabelle seitlich schieben.

    Die Logik dahinter

    Vier Quadranten, vier Reaktionszeiten

    Die Eisenhower-Matrix unterscheidet zwischen wichtig und dringend. Das ist der Unterschied, an dem die meisten Supportprozesse scheitern, weil sie nur Dringlichkeit kennen.

    Q11 Stunde

    Wichtig und dringend → sofort handeln

    Der Betrieb steht oder Daten sind in Gefahr. Sofortzuteilung, außerhalb der Geschäftszeiten Bereitschaftseinsatz.

    Systemausfall · Datenverlust · Sicherheitsvorfall · Geschäftsleitung ohne Zugang
    Q224 Stunden

    Wichtig, nicht dringend → planen

    Grundlegend wichtig, aber gerade steht nichts still. Braucht sorgfältige Planung, nicht Übersprungshandlung.

    Sicherheitslücke · fehlgeschlagenes Backup · ablaufende Lizenzen
    Q38 Stunden

    Nicht wichtig, dringend → delegieren

    Ein Mensch kann nicht arbeiten, das Unternehmen läuft weiter. Geht an die verfügbare Erstlinie.

    Drucker · hängende Anwendung · Headset ohne Ton
    Q472 Stunden

    Weder wichtig noch dringend → zurückstellen

    Komfort und Wünsche. Wandert in die Warteschlange und wird bei freier Kapazität abgearbeitet.

    zweiter Monitor · Schriftart · größeres Mousepad

    Warum hat Q2 mehr Zeit als Q3? Weil Q3 nur dringend aussieht. Ein klemmender Drucker schreit lauter als ein Backup, das seit drei Tagen fehlschlägt. Genau deshalb wird er delegiert und nicht eskaliert.

    Der Lernkreis

    Was ein Mensch einmal löst, löst das System ab dem zweiten Mal selbst.

    Dieselbe Meldung, zwei Wochentage. Links das erste Auftreten, rechts das zweite. Vier Fälle zur Auswahl — und einer davon wird auch beim zweiten Mal nicht automatisch. Das ist kein Versehen.

      Arbeitszeit eines Menschen

        Arbeitszeit eines Menschen

        Was sich dadurch verschiebt

        Weniger Fälle bei den Menschen. Und die, die bleiben, sind schwerer.

        Das ist der eigentliche Gewinn, und er ist nicht der, den man erwartet. Es geht nicht darum, Personal einzusparen. Es geht darum, dass die immer gleichen Fälle aufhören, den Tag zu bestimmen, und die Fachleute an das kommen, wofür sie eingestellt wurden.

        Anteil ohne Mitarbeitereinsatz

        0 % → 62 %

        Anteil der Fälle, die über die Wissensdatenbank oder einen ausgeführten Ablauf erledigt wurden.

        Anspruch der verbliebenen Arbeit

        3,0 → 4,0

        Skala 1 bis 5, gebildet aus der Qualifikationsebene des Bearbeiters und dem Quadranten. Keine Schätzung, sondern zwei erfasste Felder.

        Beide Werte stammen aus dem Demonstrationsdatensatz über zwölf Wochen und zeigen, was das System misst, nicht ein Ergebnis, das wir Ihnen versprechen. Reicht die Datenlage einer Woche nicht aus, weist die Auswertung ausdrücklich keine Quote aus, statt eine Scheingenauigkeit zu erzeugen.

        Wiederholungsanteil
        Wie oft dasselbe Problem erneut auftritt. Muss sinken, während der Anspruch steigt. Sonst wirkt die Automatisierung an der falschen Stelle.
        Ersparte Arbeitszeit
        Aufwand der Handarbeit multipliziert mit der Anzahl der Wiederverwendungen, je Eintrag der Wissensdatenbank.
        Schulungsbedarf
        Welche Abteilung wiederholt dieselbe Frage stellt. Wo mehr als ein Drittel der Meldungen einer Abteilung dasselbe Thema betrifft, ist eine Einweisung günstiger als die Einzelbearbeitung.
        Automatisierungskandidaten
        Was Menschen wiederholt von Hand lösen, obwohl es ein Ablauf könnte. Die Arbeitsliste für die nächste Ausbaustufe.
        Deckung der Kenntnisse
        Themen, die niemand abdeckt, die nur auf höheren Ebenen liegen oder an einer einzigen Person hängen.
        Kosten je Ticket
        Tatsächlicher Verbrauch des Sprachmodells je Vorgang, laufend protokolliert.

        Was hier wirklich KI ist

        Nicht alles, was automatisch läuft, muss ein Sprachmodell sein

        Der teuerste Fehler in KI-Projekten ist, ein Sprachmodell für Aufgaben einzusetzen, die eine Regel besser, schneller und nachvollziehbarer löst. Diese Trennung ist der Grund, warum das System im Betrieb wenige Cent pro Ticket kostet.

        Aufteilung der Funktionen zwischen regelbasierter Automatik und Sprachmodell
        FunktionRegelSprachmodellWarum
        Ticket erfassen und speichern✓—Sofort, ohne Verzögerung und ohne Kosten
        Reaktionsfrist berechnen✓—Ergibt sich zwingend aus dem Quadranten
        Mitarbeiter­zuteilung✓—Skill-Abgleich und Kapazität in Echtzeit, deterministisch prüfbar
        Standardlösungen ausgeben✓—Bekanntes Muster, feste Antwort
        Eskalation vor Fristablauf✓—Reine Zeitrechnung
        Einordnung der Meldung—✓Verlangt Kontextverständnis und eine Begründung
        Komplexe Problemanalyse—✓Freitext, den keine Regel vorwegnimmt
        Sammelstörung erkennen—✓Ähnlichkeit über unterschiedlich formulierte Meldungen
        Wochenbericht—✓Deutung von Zahlen, Ableitung von Empfehlungen
        Wissensspeicher aufbauen✓✓Speichern per Regel, Kategorisieren per Modell

        Auf schmalen Bildschirmen lässt sich die Tabelle seitlich schieben.

        Woher wir wissen, dass es stimmt

        Ein KI-Agent, der nicht geprüft wird, ist eine Behauptung

        Die Priorisierung ist das Kernversprechen dieses Systems. Deshalb wird sie gemessen, nicht behauptet. Ein Prüfsatz aus gelabelten Fällen läuft bei jeder Änderung am System durch. Er zeigt nicht nur die Trefferquote, sondern auch die Richtung der Fehler: zu hoch priorisiert kostet Bereitschaftsstunden, zu niedrig priorisiert kostet eine Frist.

        19

        Klare Fälle · Ziel 100 %

        Eindeutige Meldungen. Wenn hier ein Fehler auftritt, ist etwas Grundlegendes kaputt.

        5

        Grenzfälle · Ziel 80 %

        Der Etikettendrucker im Versand klingt nach Kleinigkeit. Er blockiert die Speditionsabholung um 16 Uhr.

        6

        Härtetest · Ziel 90 %

        Melder, die die Priorität erzwingen wollen. Behauptete Rollen, erfundene Fristen, Versuche, die Anweisungen zu überschreiben.

        Der interessanteste Testfall ist nicht der Serverausfall. Es ist die Meldung mit dem Betreff „Priorität 1, kritisch, sofort bearbeiten“, in der es um ein größeres Mousepad geht.

        Die Umsetzung

        Klein gebaut, damit es überhaupt startet

        Kein Plattformprojekt, keine Migration, keine Ausschreibung. Eine Anwendung, die im Browser läuft, ihre Daten im Haus behält und sich modular erweitern lässt. Vom ersten Gespräch bis zum produktiven Einsatz lagen Wochen, nicht Quartale.

        Oberfläche
        Web-App, kein Installationsaufwand
        Zugänge
        Formular, Spracheingabe, E-Mail-Postfach
        Datenhaltung
        lokal im Unternehmen
        Erreichbarkeit
        PC, Tablet, Smartphone, Homeoffice
        Sprachmodell
        Claude, Anthropic
        Kostensteuerung
        Verbrauch pro Ticket messbar
        Abläufe
        an das eigene Verzeichnis anbindbar
        Protokoll
        jede Ausführung nachvollziehbar

        Diese Seite zeigt eine anonymisierte Fassung eines Kundenprojekts. Namen, Kontaktdaten und Kennzahlen sind ersetzt, die Entscheidungslogik und die gezeigten Abläufe entsprechen dem produktiven System. Die Simulation oben läuft mit hinterlegten Antworten und ruft kein Sprachmodell auf. Eine Live-Vorführung am laufenden System gibt es auf Anfrage.

        Der nächste Schritt

        Wo würde das in Ihrem Unternehmen etwas ändern?

        Ein Service Desk ist nur ein Beispiel. Dieselbe Frage stellt sich überall, wo täglich Vorgänge eingehen, sortiert und verteilt werden müssen: Angebotsanfragen, Reklamationen, Bewerbungen, Schadensmeldungen. Im Erstgespräch schauen wir uns an, welcher Ihrer Prozesse sich dafür anbietet und was der erste Schritt kostet.

        Gespräch anfragen